Unsere Hochzeits-Zeremonie besteht aus einem geistlichen und einem kulturellen Teil.

Es werden Texte und Gebete aus der Baha'i-Religion gelesen.


Falls ihr euch etwas informieren wollt, bietet euch www.bahai.ch eine Möglichkeit dazu.

Die persische Zeremonie entspricht einer alten Tradition. Hier ein kleiner Überblick.

Für die persische Vermählungs-Zeremonie (aghd) werden auf einer Decke (sofreh) allerhand Gegenstände platziert, die die Elemente des zukünftigen Zusammenlebens symbolisieren: Spiegel und Kerzen stehen für Licht,
Süssigkeiten und Gebäck für Wohlstand, Eier für Fruchtbarkeit, Nüsse für die Stärke und Kraft in der Beziehung, um nur einige zu nennen.

Neben all diesen Symbolen sind überall Rosenblätter ausgestreut: Nach einer altpersischen Geschichte soll die Rose ursprünglich farblos gewesen sein. Eine Nachtigall verliebte sich in die duftende Blüte, und als sie sich ihr in ihrem Liebestaumel näherte, riss sie sich an einem Dorn das Herz auf. Das Blut benetzte die Blätter und färbte sie rot. Seither haben Rosenblätter eine Farbe, und die Liebesliteratur ist um eine schöne Geschichte reicher.

Die noch unverheirateten Frauen halten ein Tuch über das Brautpaar. Von den verheirateten Frauen wird Zucker über ihren Köpfen zerrieben, der den frisch Vermählten ein süsses Leben bescheren soll.

Die Braut muss, wenn sie zu ihrem „Ja“-Wort aufgefordert wird, zweimal beharrlich schweigen, und erst beim dritten Mal „Ja „ sagen. (Also keine Panik: Mahsa wird bestimmt noch JA sagen.)

Um die Stille zu überbrücken, rufen die Freundinnen: "Die Braut pflückt gerade Blumen" und "Sie holt Wasser vom Brunnen".

Ein Honigbecken für ein süsses Leben liegt ebenfalls auf der Tafel. Zum Abschluss der Zeremonie nehmen die frisch Vermählten mit dem Finger etwas Honig aus dem Topf und führen diesen einander zum Mund. Dies Veranschaulicht die Liebe des Paares, die für immer so köstlich und süss sein soll, wie der Honig selbst.